QSE-Serie: Zwischen Druck und Schutz
QSE-Manager: Ein Beruf unter Druck?
Wenn alles gut läuft, ist der/die QSE-Manager/in oft unsichtbar. Wenn es zu einem Zwischenfall kommt, rückt er sofort in den Mittelpunkt.
Ein Unfall, ein kompliziertes Audit, eine Nichteinhaltung von Vorschriften, eine vergessene gesetzliche Anforderung, ein Umweltvorfall, ein Problem mit der Rückverfolgbarkeit... die Erwartungen an Spezialisten für Qualität, Sicherheit und Umwelt waren noch nie so hoch wie heute.
Dennoch arbeiten viele QSE-Verantwortliche - insbesondere in Unternehmen - immer noch im Verborgenen.
Zwischen steigenden Belastungen, immer höheren Erwartungen, Regulierungsdruck und immer komplexeren Herausforderungen der Einhaltung von Vorschriften hat sich ihr Beruf in den letzten Jahren grundlegend verändert.
So sehr, dass die Frage des Rechtsschutzes heute einen immer größeren Raum in den Überlegungen rund um die Funktion einnimmt.
Ein Beruf, der sich grundlegend verändert hat
Lange Zeit wurden die QSE-Funktionen hauptsächlich mit :
- zu den Verfahren,
- an Audits,
- zu den Zertifizierungen,
- oder auch zur dokumentarischen Nachverfolgung.
Heute sieht die Realität ganz anders aus.
QSE-Spezialisten müssen sich nun mit immer mehr Herausforderungen auseinandersetzen:
- operationellen Risiken,
- regulatorischen Anforderungen,
- Cybersicherheit in bestimmten Kontexten,
- CSR,
- interne Kommunikation,
- Zwischenfälle,
- Aktionspläne,
- Sensibilisierung der Teams,
- Begleitung von Veränderungen.
Hinzu kommen nun neue soziale, gesellschaftliche und ökologische Ziele: Biosiegel, lokale Produktion, nachhaltige Zertifizierungen oder Ansätze wie B Corp.
Der QSE-Spezialist ist nicht mehr nur derjenige, der kontrolliert. Er ist zu demjenigen geworden, der vorausschauend handeln muss.
Diese Entwicklung verändert den Beruf grundlegend. Der QSE ist nicht mehr nur eine periphere Funktion. Er wird allmählich zu einem zentralen Akteur bei der Steuerung der Organisation.
Eine Funktion im Zentrum der Spannungen im Unternehmen
Als QSE-Manager muss man heute oft zwischen widersprüchlichen Erwartungen navigieren.
Sie müssen die Sicherheit gewährleisten, ohne den Betrieb zu verlangsamen. Die Einhaltung von Vorschriften gewährleisten, ohne die Prozesse zu verkomplizieren. Risiken vorbeugen und gleichzeitig die Budgetvorgaben einhalten.
Und vor allem muss es gelingen, mit allen einen Dialog zu führen:
- Richtung,
- Grundstück,
- RH,
- Produktion,
- Partnern,
- Kunden,
- Zuhörerinnen und Zuhörer,
- Anbieter,
- manchmal Behörden.
Diese Querschnittsfunktion macht den Reichtum des Berufs aus. Sie kann aber auch zu einer Quelle mentaler Belastung werden, die manchmal schwer in Worte zu fassen ist.
Wenn ein Problem auftritt, muss der QSE-Manager oft Antworten geben ... selbst wenn er nicht über alle notwendigen Mittel verfügte, um zu handeln.
Denn in der Praxis wird der QSE immer noch zu oft als derjenige wahrgenommen, der die Sicherheit und die Einhaltung der Vorschriften im Unternehmen “trägt”.
Eine wichtige Arbeit... aber oft unsichtbar
Das QSE-Paradoxon lautet: Je besser die Arbeit gemacht wird, desto weniger sieht man sie.
Wenn keine Unfälle passieren, keine Audits Probleme bereiten und keine größeren Nichtkonformitäten festgestellt werden, vergisst man leicht die ganze Präventionsarbeit, die im Vorfeld geleistet wurde.
Und doch verbergen sich hinter dieser Stabilität :
- der Nachverfolgungen,
- der Kontrollen,
- Mahnungen,
- Aktualisierungen,
- Analysen,
- Schulungen,
- der Validierungen,
- und ständige Wachsamkeit.
Der Erfolg von QSE wird oft gemessen ... an dem, was nicht passiert.
Wenn der Druck auch organisatorisch wird
In vielen Unternehmen müssen sich die QSE-Spezialisten immer noch mit :
- verstreute Dateien,
- schwer auffindbare Dokumente,
- manuellen Nachverfolgungen,
- Informationen, die in verschiedenen Tools gespeichert sind,
- oder eine unvollständige Rückverfolgbarkeit.
❌ Ergebnis :
ein erheblicher Teil ihrer Energie wird für nach Informationen zu suchen, anstatt tatsächlich zu steuern Risiken und kontinuierliche Verbesserung.
Je komplexer die Organisationen werden, desto strategischer wird der Bedarf an Sichtbarkeit und Kohärenz.
Ein QSE-Manager sollte seine Energie nicht mit der Suche nach Informationen verschwenden. Er sollte sich darauf konzentrieren können, vorausschauend zu handeln und Verbesserungen zu erzielen.
Strukturieren, um besser zu steuern
Genau um diesen Herausforderungen zu begegnen, nehmen QSE-Governance-Plattformen heute eine immer wichtigere Rolle ein.
Informationen zentralisieren, Prozesse verknüpfen, Nachverfolgung strukturieren, Rückverfolgbarkeit gewährleisten, Verantwortlichkeiten klären, Audits erleichtern, Risiken visualisieren: Diese Elemente dienen nicht nur dazu, Zeit zu sparen.
Sie tragen auch dazu bei, den operativen Druck zu verringern und die allgemeine Kontrolle über die Organisation zu verbessern.
Lösungen wie Siris+ ermöglichen gerade die verschiedenen Aspekte von QSE miteinander verbinden in einem flüssigeren, strukturierteren und kohärenteren Ansatz.
Zum Schluss
Heutzutage spielen QSE-Spezialisten eine entscheidende Rolle für die Widerstandsfähigkeit und Leistungsfähigkeit von Organisationen.
Aber hinter den Verfahren, Prüfungen und Indikatoren stehen auch Frauen und Männer, die tagtäglich wichtige Verantwortung tragen.
Und eine Frage verdient es vielleicht, gestellt zu werden:
wer schützt wirklich diejenigen, die diese Verantwortung tragen?
👉🏼 Damit befassen wir uns im nächsten Artikel dieser Reihe.